Selva Bananito
von oben

Nach einer anstrengenden Fahrt von San José in den Jungel in der Nähe der Karibikstadt Limón, vergass ich die Strapazen der Anreise sehr bald wieder. 

Mehr als eine Ökolodge

Nach einer anstrengenden Fahrt von San José in den Jungel in der Nähe der Karibikstadt Limón, vergass ich die Strapazen der Anreise sehr bald wieder. Mitten im Regenwald, umgeben von purer Natur und dem Fluss Bananito, befindet sich die Selva Bananito Lodge. Daher auch der Name: Selva bedeutet Jungel, Bananito ist der Fluss, der sich durch das ganze Reservat schlängelt. Man überquert ihn bei der Anreise sowie auf diversen Touren immer wieder.
Eine andere Welt!
Man taucht sofort in eine andere Welt ein. Abseits des Massentourismus lädt die Selva Bananito Lodge zur totalen Erholung in der Natur ein. Die geräumigen, auf Stelzen gebauten Bungalows aus sogenanntem Sekundärholz bieten allen Komfort, um einen unvergesslichen Aufenthalt zu verbringen. Eine grosse Veranda mit Hängematten laden zum Entspannen und Beobachten der Natur mit ihren unzähligen Vögeln direkt vor der Nase ein. Denselben Blick aufs Grün hat man auch vom Bett (mit Moskitonetz) aus. Die grossen Schiebetüren kann man ohne Probleme sogar in der Nacht offenlassen und fühlt sich dadurch noch viel mehr mit der Natur verbunden. Die Geräusche der nachtaktiven Tiere begleiten dich in den Schlaf.

Durch das Verwenden von Sekundärholz für den Bau der Bungalows, das Bewirtschaften der Lodge nur mit Solarenergie, durch Recycling und Kompostierung, durch die Wiederaufforstung des Waldes etc. wird der Umwelt-Impakt der Lodge so gering wie möglich gehalten. Doch eigentlich ist die Lodge an sich schon nachhaltig, da sie aus dem Grund gebaut wurde, der Natur Sorge zu tragen:

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Aussicht vom Bett

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Terrasse mit Hängematten

Bett mit Moskitonetz

Bungalow

Die Selva Bananito Lodge ist mehr als nur eine Ökolodge. Als der Vater vom heutigen Besitzer Jürgen Stein das Land gekauft hatte, wurde eine grosse Fläche Wald für die Landwirtschaft gerodet. Ein Teil dieser Fläche dient noch heute der Landwirtschaft. Jürgen und seine Schwester Sofia entschieden sich für die Natur und führen seit 1994 die unberührten zwei Drittel der Farm als privates biologisches Reservat. Dies um den Wald zu schützen und ihn nicht weiter abzuholzen. Die Lodge wurde darauf gebaut und dient als alternative Einnahmequelle.
Das ca. 1000 Hektaren umfassende Privatreservat besitzt eine aussergewöhnliche Lage zum angrenzenden Biosphären Reservat und Park la Amistad (seit 1983 ein Weltkulturerbe), das Costa Rica und Panama verbindet und weist dadurch eine sehr hohe Biodiversität auf. Wildkatzen, wie Pumas und Jaguare werden mit extra aufgestellten infrarot Kameras gesichtet, die sonst fast nirgends mehr gesehen wurden. Die Errichtung des Privatreservats dient unter anderem zum Schutz dieser Wildkatzen vor Wilderern sowie vor illegaler Abholzung. Es ist aber ein ständiger Kampf, da es trotzdem immer wieder zu Vorfällen kommt. Durch den kontinuierlichen Zukauf von mehr Land möchten sie dem weiter entgegentreten.

Mit der Wiederaufforstung des gerodeten Waldes will man Fehler aus früheren Zeiten wiedergutmachen und dient somit dem nachhaltigen Schutz des Regenwaldes. Wie wir alle wissen, ist der Wald für die Natur und für uns Menschen lebensnotwenig, da er CO2 absorbiert und Sauerstoff abgibt. Durch die Zerstörung der Wälder überall auf der Welt zerstören wir uns schlussendlich selber.

Jeder Gast in der Selva Bananito Lodge kann seinen Teil zur Aufforstung beitragen, indem er sein eigenes Bäumchen pflanzt und somit auch gleich seinen CO2 Ausstoss des Fluges nach Costa Rica kompensiert. Durch das Baumpflanzen treibst du das Aufforsten schneller voran, da dadurch optimale Voraussetzungen für das wachsende Bäumchen geschaffen werden durch Wissen und langjährige Erfahrung der Lodge Mitarbeiter.

Ich bin nach wie vor fasziniert und beeindruckt von der Hingabe und dem Herzblut, das im ganzen Projekt Selva Bananito steckt. Man merkt Jürgen die Passion auch nach mehr als 20 Jahren noch an. Seine Leidenschaft für den Umweltschutz und die Nachhaltigkeit ist ungebrochen und er widmet sich mit Herzblut seinen Projekten und sucht stets nach weiteren Möglichkeiten, die aktuelle Situation zu verbessern.
Er möchte auch, dass seine Gäste die Dimensionen und Gründe seines Projektes verstehen und hält deswegen regelmässig kurze Vorträge darüber. So erfahren die Gäste zum Beispiel auch, dass 10% der Einnahmen ihres Aufenthaltes in die von Jürgen und seiner Schwester gegründete Non-Profit Stiftung «Fundación Cuencas de Limón» gehen. Die Stiftung widmet sich dem Schutz der Wassereinzugsgebiete für die Stadt Limón und deren Umgebung, dem Schutz des Waldes, sowie der Durchführung von ökologischen Bildungsprogrammen.
Der Bananito Fluss stellt den grössten Teil des Trinkwassers für die Stadt Limón und Umgebung bereit. Der umliegende Wald dient als Wasserreservoir für das Einzugsgebiet des Flusses, weshalb dieser Schutz immens wichtig ist, nebst den bereits erwähnten Gründen wie der Schutz der Tier- und Pflanzenarten und der Biodiversität dieses Reservats.
Aufklärungsprogramme in den umliegenden Dörfern möchten dem Wildern und illegalen Abholzen entgegenwirken.

Jürgens neustes Baby und Leidenschaft ist das Fliegen mit dem Ultraleicht-Flieger. Die Gäste haben dadurch die Möglichkeiten, das ganze Projekt aus der Vogelperspektive zu betrachten und zeigt die Dimensionen des Naturschutzes nochmals aus einer anderen Sicht.
Ich durfte diese Erfahrung selber auch machen und war wirklich beeindruckt. Und natürlich macht es auch extrem viel Spass dort oben in der Luft. 😊

Herzlichen Dank nochmals an Jürgen und sein Team für die wundervolle Zeit, die tollen Erfahrungen und die grosse Inspiration, die ich mitnehmen durfte.

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Bungalows von oben

Ultraleicht-Flieger

Lodge von oben

Alles nur Bäume!!

Beim Besuch dieser Lodge unterstützt du also extrem wichtige Aktivitäten, die sofortige Auswirkungen auf den Umweltschutz haben sowie auch nachhaltige und längerfristige.

Die Selva Bananito Lodge ist ein Beispiel das zeigt, wie wichtig der Schutz des Regenwaldes (und generell aller Wälder) ist. Durch deinen Aufenthalt dort kannst du einen Teil dazu beitragen. Dieses Beispiel ist übertragbar auf die ganze Welt, die Wälder müssen geschützt werden. So verhindern wir deren Zerstörung und schlussendlich unsere eigene.
Mir gab der Besuch in der Lodge sehr viel Inspiration und noch mehr Bewusstsein für die Natur und die Wichtigkeit deren Schutzes. Du kannst bestimmt auch viel mitnehmen und zum Beispiel direkt anfangen, bewusster zu Reisen (Artikel folgt) und im Alltag gewisse Praktiken umzusetzen, wenn du es nicht schon tust. Hier findest du meine nützlichen Alltagstipps.

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